Vivaldi und Google (Datenschutz)



  • Hallo Freunde,

    es tut mir Leid, ich muss mal eine blöde Frage stellen: wie sieht es denn aus mit Datenschutz bei Vivladi? Wie viel von meinen Aktivitäten und Statistiken über mich versendet Vivaldi an Google?

    Ich bin so ein verrückter Mensch der sich immer noch weigert bei den sozialen Netzwerken o. Ä. mitzumachen (keine google-accounts, kein Facebook, kein Whatsapp, sogar DNS-Server sind OpenNIC, usw. usw.). Es ist mit nicht so stark wichtig, ob jemand weiß welche Pornoseiten ich besuche. Ich finde es aber nicht richtig, dass jemand durch Sammeln von meinen Daten Geld verdient (und mir davon nichts gibt :P ).

    PS: Sollte ich hier irgendein schmerzhaftes Thema ansprechen, kann Topic auch gerne gelöscht werden.



  • Soviel ich weiss, nicht sehr viel, auch wenn Vivaldi nicht mit TOR vergleichbar ist, ist er doch ziemlich privat.
    Beim DNS übrigends, kennst du Quad9?



  • Ich finde es richtig, das zu diskutieren, es ist nicht verrückt.

    Googles Dienste werden nicht benutzt wenn du in den Einstellungen folgendes einstellst:

    • Suche: andere Suchmaschinen als Google
    • Privatsphäre: deaktivieren von "Google Dienst zum Schutz vor Malware …"

    Zur Aktualisierung von internen Browser-Komponenten (siehe vivaldi://components) werden Daten von Google abgeholt.
    Zur Aktualisierung der Sperrlisten bei SSL-Zertifikaten werden Daten von Google geholt.

    Außerdem verkauft Vivaldi Technologies keine Daten an Google.
    https://vivaldi.com/privacy/
    https://vivaldi.net/privacy-policy/



  • @ice8 said

    PS: Sollte ich hier irgendein schmerzhaftes Thema ansprechen, kann Topic auch gerne gelöscht werden.

    äh, was? Security by Obscurity verfolgt Vivaldi zum Glück nicht :D

    Im Zuge dieser Frage finde ich auch diesen Thread ganz interessant, wo noch eine abschließende Antwort aussteht (es sei denn, es kommen die Dienste raus, die Gwen schon aufgezählt hat)



  • Google betreibt sehr viele Funktionen ynd Anwendungen im Netz und viele Seiten die mehr oder weniger von Google abhängen, und auch wenn man sich aus Google zurückzieht, ist es prañtisch unmöglich vor Google unsichtbar, sei es direkt oder indirekt, zu sein überhaupt mit einem Chromiumbrowser.
    Andererseits ist es aber auch kein Grund für Hysterie, absolute Privatsphäre ist unmöglich in Internet, noch nicht mal mit einem Torbrowser + VPN, abgesehen davon Microsoft selber mit Windows 10 st ein schlimmerer Antagonist de Privatsphäre als Google, unser geliebter ISP ist auch nicht gerade ein Datenschutz mit wochenlang gespeicherten Browserdaten
    http://webkay.robinlinus.com/



  • @catweazle
    Nö, quad9 habe ich noch nicht gesehen. Liest sich aber ganz gut an. Muss mal beim nächsten Firewallupdate auch 9.9.9.9 dazuschreiben.

    Natürlich ist völlige Anonymität eher ein Märchen. Das weiß ich auch. Und die völlige Anonymität strebe ich nicht an. Es gibt genügend Domains im Netz, wo man mit Whois leicht meine Adresse und Telefonnummer rausfindet. Es muss aber gewisse grenzen haben. Wenn man alle Fotos (peinliche inkl.), Dateien, Termine, Suchanfragen (Suche nach Medikamenten, Krediten usw.) dem Google anvertraut, ist es zumindest nicht gesund.

    Wollen Sie (sind die gemeint, die vor Panikmache warnen), dass Ihr Arzt Ihre Krankheitsgeschichte (z. B. Wahrscheinlichkeit ein behindertes Kind zu bekommen oder so) bei google speichert (oder Lehrer Ihre Noten oder dass Sie z. B. in der Grundschule sich in die Hosen gemacht haben)? Oder haben Sie vielleicht mal bei google nach Viagra gesucht (ist auch was cooles)?

    Wie lange dauert es noch (wie viele Jahre noch) bis Krankenversicherungen, potenzielle Arbeitgeber (potenzielle Ehepartner) und viele Anderen Ihre Daten von Google kaufen dürfen (Polizei darf das heute schon)? Ich denke, z. B. droht dem google eine Insolvenz - google wird alles verkaufen, was Geld kostet ... und dann ... tadaaa. Oder ein unzufriedener Mitarbeiter klaut alles und verkauft es im Netz ... tadaaaaaa!

    Naja, zum Thema kann man wirklich -zig Seiten volltexten =)

    Argumentation der Befürwörter basiert leider fast ausschließlich auf Bagatellisierung ... sehr schade.



  • Wenn es um vertrauliche Daten geht, hört der Spass natürlich auf und es sicherlich gut das zumindest diese Daten vertraulich bleiben, was man mit den Einstellungen in Vivaldi sicherlich erreichen kann, einen adlocker benutzt, und algún Scriptblocker der die üblichen Facebook und Googletrackern, die uns auf den meisten Seiten auflauern, den Hahn zudreht. Für vertrauliche Mails einen verschlüsselten Service benutzt (Tutanota ist eine gute Wahl mit starker End to End Verschlüsselung, den man sogar anonym benutzen kann, es reicht dem Mail einen Namen zu geben und ein starkes Passwort, fertig Mailbox mit 1Gb).
    Einen P2P Prigramm benutzt um Archive und Dokumente zu versenden, dafür benutze ich O&O File Direct, der Archive direkt von PC zu PC senden kann, ohne einen Host dazwischen.
    Abgesehen davon, natürlich ein wenig Gemeinsinn un daran denken, das alles was man hochläd oder schreibt für immer im Netz bleibt.



  • @catweazle said in Vivaldi und Google (Datenschutz):

    algún Scriptblocker

    Wat is'n dat? :flushed:
    Kann doch nicht jeder Spanisch hier :slight_smile:



  • @xcountry said in Vivaldi und Google (Datenschutz):

    @catweazle said in Vivaldi und Google (Datenschutz):

    algún Scriptblocker

    Wat is'n dat? :flushed:
    Kann doch nicht jeder Spanisch hier :slight_smile:

    Verzeihung, zweisprachiger Gedankenkakao den ich manchmal habe :confounded: ich meinte natürlich irgendein Scriptblocker, Privacy Badger z.Bsp. kommt ganz gut



  • Mal wieder für Leute, die vor Panikmache warnen:

    https://www.youtube.com/watch?v=UvbqV0Y9sno

    Viel Spaß beim Surfen =)



  • @Ice8 So ein Session Replay ging aber schon länger. Das ist halt das Problem, dass mit Javascripts sämtliche Tastendrücke auch vom Websitebeteiber ausgelesen werden können.

    Wer Filter die uBlockOrigin verwendet hat aber derzeit Blocklisten gegen diese Skripte drin.



  • Es gibt natürlich welche die sich nur mit TOR und VPN ins Netz wagen, aber est schon richtig, zumindestens bei vertraulichen Daten vorsichtig zu sein und unnötige Tracker zu blockieren, was ya auch zur Sicherheit gegen Malware beiträgt.
    Ein adblocker ist mit Sicherheit kein Hysteríezeichen und ein Scriptblocker der mir zu neugierige Facebooktracker vom Hals hält kann ya auch ganz nützlich sein.
    Es ist zwar möglich sich vollkommen von Google zu distanzieren und auf dezentralisierte Alternativen auszuweichen, aber damit gibt man auch 3/4 vom Internet auf, gegen oft vorsindtflutlichen Alternativen.
    Bei Google gibt es wenigstens die Möglichkeit die eigenen Daten einzusehen und auch zu verändern oder zu löschen, aber natürlch braucht Google auch nicht Alles zu wissen



  • @catweazle
    E-Mails werden selbstverständlich nicht mitgelesen (z. B. durch interne DPI) =|
    Aufm Handy Installierte Apps nicht beobachtet.
    Dateien in Google Drive nicht gescannt
    Termine im Kalender nicht ausgewertet.

    Ich denke Alternativen gibt es fast immer, es liegt leider meist an eigenem Können. Hat man es z. B. nicht drauf, eigenen Mail-Server (und NextCloud für Daten und Kalender) auf einem eigenen virtuellen Server für max 10 Euro pro Monat aufzusetzen (und pflegen). Wird man zwangsweise google-Dienste loben müssen. Analysiere einfach die Menschen um dich herum. Kaum einer, wer es auch ohne kann, wird google loben, es überwiegen gleich die Nachteile durch Datensammeln.

    Natürlich müsste man desöfteren nach Alternativen suchen (sich dafür evtl. viel Zeit nehmen). Und wenn es keine Alternative gibt, muss man sich (IMHO) Frage stellen: Brauche ich es, oder will ich es nur zum Spaß.

    Je dem auch sei ... hat jemand Vivaldi schon mal mit WireShark gestartet?



  • Ich habe jetzt mal kurz ausprobiert. Vivaldi gestartet ... zu eigener Nextcloud-Installation ... geschlossen.

    Unerwartete Verbindungen zu:

    accounts.google.com
    clients.l.google.com
    eff.map.fastly.net
    mobile-gtalk.l.google.com



  • @ice8 Siehe https://forum.vivaldi.net/post/177280 Lies dir doch bitte den kompletten Thread mal durch.



  • Ich sehe die Sache ziemlich gelassen, es stört mich absolut nicht, wenn You Tube meinen Musikgeschmack kennt und mir dementsprechende Vorschläge macht, oder das Google weiss in welcher Stadt ich wohne, wenn er mir bestimmte Geschäfte oder Ämter anzeigt die ich suche.
    Das Einzige warum ich einige Sachen abschirme ist nur weil ich keinen Grund sehe, warum ich dutzende Cookies einsammle die nicht von der Seite sind, die ich besuche, oder ich ein VPN benutze um ein Video anzusehen die wegen absurder Copyrights in Spanien blockiert sind, ich benutze Startpage als Suchmaschine, mehr um den sogenannten Filtereffekt zu vermeien und auch mal den eingebauten Proxie aus vorher genannten Gründen zu benutzen.
    Natürlich benutze ich auch andere Methoden, aber mehr aus Gründen de Sicherheit als wegen Google, z.Bsp bei finanziellen Daten und Onlinekauf, wo es ja wohl auch angebracht ist.
    Viel lustiger finde ich in einigen Diskussionen über dieses Tema, mit Leuten die sich über den Big Brother Google beschweren, aber anderersets keinen Grund sehen warum sie in Facebook nicht die intimsten Daten und Photos an ihre 2435 "Freunde" preisgeben sollten.
    In Europa existieren schon gute Datenschutzgesetze die den gröbsten Missbrauch verhindern, aber im Endeffekt sind wir nur so "privat" wie unser Verhalten im Netz



  • @ice8 said in Vivaldi und Google (Datenschutz):

    eff.map.fastly.net

    Das ist ein CDN, das von eff.org genutzt wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das von Vivaldi kommt. Möglicherweise von ner Extension.



  • Vielleicht sollte man solche Tests durchführen ohne Erweiterungen und wenn man keinerlei Benachrichtigungen auf anderen Website zulies (denn die benutzten oft den Google Cloud Messaging Server).



  • An Erweiterungen waren nur uBlock Origin und Privacy Badger installiert.

    Aufgerufen, wie gesagt, war die Calendar-App meiner eigenen NextCloud Installation (worauf 3 Benutzer (wegen dem Kalender) angelegt sind).

    An Suchmaschinen habe ich: DuckDuckGo, Wikipedia und Qwant.

    Privatsphäre-Einstellungen: Erste 2 Google-bezogenen Optionen sind ausgeschaltet.

    Sorry, dass ich euch nerve, ich versuche bloß mir irgendwie ein Abbild zu machen, ob der Browser sicher ist. Ohne dabei stark ins Detail zu gehen. Denn dazu fehlt mir momentan leider die Zeit. Momentan bin ich sehr zufrieden. Browser läuft schnell, absturzfrei und vor allem sicher. Die Guru's hier verstehen, was sie sagen. Und man kann echte Hilfe bekommen. Beste Voraussetzungen den Browser zu benutzen und weiter zu empfehlen!

    Die Erweiterungen: Privacy Badger hat bei mir nie was blockiert (nur angezeigt und man konnte manuell blockieren). Anscheinend wird alles von uBlock bereits davor blockiert. Zumindest schaut bei mir z. B. bei Youtube so aus (oben rechts) 0_1512834900055_UB.png
    Pro weiteren Klick blockiert uBlock weitere 5 - 20 Anfragen.

    Ob das noch normal ist ... =)



  • Du nervst nicht. Bist halt beunruhigt und unsicher. Verstehe ich und das ist nicht schlimm, dass du das bist.
    Ich bin auch darauf bedacht, dass nicht irgendwas persönliches von meinem PC nach außen gelangt.
    Ich rede jedenfalls Besorgnis bezüglich Datenschutz nicht runter.

    Also zu dir: Wenn Erweiterungen vom Googles Webstore installiert wurden, wird regelmäßig eine Anfrage dort hin gesendet um zu prüfen, ob Updates dafür da sind.
    Ansonsten benutzt Vivaldi Abfragen für bestimmte interne Komponenten wie Zertifikats-Sperrlisten, Malwarelisten, DRM-Codecs.

    Würde der Vivaldi-Browser wirklich persönliche Daten an Google versenden, hätten das längst Sicherheitsfachleute gemeldet und angeprangert, da kannst du sicher sein.


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